Wochenende

Unterhaltung am Wochenende

Und einmal wieder habe ich ein “normales Wochenende”, das heißt Samstag UND Sonntag frei (wie konnte das passieren?!) und ich schaffe es auch einige Links und Empfehlungen zusammenzuschreiben. Ich selbst werde meinen freien Samstag dafür nutzen zum Westerwaldes Wollfest zu fahren, um meiner lieben Freundin Liesa von Sternenstaub Wolle ein bisschen zur Hand zu gehen. Ja, tatsächlich: für alle die, die mir nicht auf Instagram folgen (@theaterkind) und es deshalb nicht wissen – ich bin eine leidenschaftliche Strickerin. Und wenn ich mir zum Beispiel Susi Strickliesel angucke, dann bin ich im Musical damit nicht allein (und im Theater schon gar nicht).  🙂

Nun aber zurück zum Theater oder dem, was wir dafür halten, wenn wir nicht hingehen können…

Sehen

Ich spüre, dass ich bald endlich einmal wieder meinem Hang zur Guilty Pleasure nachgeben muss, was bedeutet: Rewatch von Smash! Schließlich hat es noch niemandem geholfen, DVDs, die man eh schon im Schrank hat, nicht wieder und wieder zu schauen, oder? Normalerweise fange ich von vorne an – nicht nur, weil ich gerne Dinge komplett ansehe und da fängt man halt nun mal bei der ersten Folge an, sondern auch, weil die erste Staffel tatsächlich ein romantischeres Bild von (Musik-)Theater vermittelt mit diesen ganzen warmen Farben und kleinen Problemchen und es ist einfach so schön! Wenn es jetzt Sonntag auch noch regnen könnte, bitte? Das wäre prima!

Hören

Und wo wir gerade bei Guilty Pleasure sind…Wer erinnert sich an Bright Star? Diese Musicals, das sich 2016 nicht besonders lange am Broadway hielt? Mit Musik und Buch u.a. von Steve Martin (Little Shop, little Shopp’a’horrors…)? Nein? Egal. Neulich habe ich durch Zufall entdeckt, dass das Album endlich auf Apple Music verfügbar ist und dann musste ich natürlich gleich mal reinhören. Es ist tatsächlich sehr Countrymusik-y, aber wer sich an meine Obsession mit The Robber Bridegroom erinnert wird sich wohl kaum wundern, dass mich diese Musik auf seltsame Art und Weise abholt. Denn: I honestly love me some Banjo! (auf eine sehr camp Art und Weise…versteht sich…)

Lesen

Nun aber weg von den leichten Freude des medialen Konsumer-Alltags und hin zum Ernst des Lebens! Spätestens seit meinem latent rant-igen Facebook-Post am vergangenen Monat dürfte allseits bekannt sein, dass für mich Feminismus, Gleichberechtigung, gender equality UND parity wichtige Themen auch meines (Arbeits-)Alltags sind. Besonders hat mich deshalb gefreut, dass einige Kolleginnen aus anderen Sparten nun die Initiave Pro Quote Bühne gegründet haben. Zwar bin ich mir nicht sicher, ob Quoten finale (und in einer idealen Welt) eine Lösung sind, aber für die Sichtbarmachung dieser Ungleichheit ist das sicherlich gut.

Zu lesen gibt es dazu zum Beispiel einen guten Artikel aus dem Berliner Tagesspiegel mit dem Titel “Flüsterfrauen”. Und natürlich wie fast jedes Mal den Hinweis auf die Damen von The Interval, die mit einer Interviewreihe seit Jahren auf das ungleiche Geschlechterverhältnis auf dem amerikanischen (Musical-)Theatermarkt aufmerksam machen.

Wo ich gern wäre

Diese Kategorie ist neu, seit meinem letzten Post, denn das Traum-Reisen spielt immer mal wieder eine große Rolle in unserem Theaterleben, oder? Dieses Mal ist es aber leicht, denn ich wäre in Dortmund, genauer gesagt bei der Premiere von Hairspray an der dortigen Oper. Dabei sag ich immer, ich bin gar nicht so der Premieren-Typ (dass im September gleich meine Besuche bei Jesus Christ Superstar in Wiesbaden, Hedwig and the Angry Inch in Frankfurt und Footloose in Darmstadt sprechen, ist eine andere Geschichte…) – aber manchmal sind die einfach gute Gelegenheiten neues Theater UND alte Freunde zu sehen. Ich hoffe auf jeden Fall, dass ich eventuell bald einmal zu einem anderen Termin hinkomme.

Was sind eure Pläne für’s Wochenende? Was wollt ihr ansehen, anhören, welche Vorstellungen besuchen?

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Links zum Wochenende

The Musical Edit

Lesen – Hören – Ansehen

Ich wünschte, ich könnte schreiben “So langsam nimmt die Theaterwelt in Deutschland wieder Fahrt auf”, aber ehrlich gesagt sind die allermeisten Theater noch in den Ferien, sogar ‘meine beiden’ (die, zu denen das Ensemble gehört, für das ich arbeite) urlauben offiziell noch, nur wir haben schon die erste Woche der neuen Spielzeit hinter uns gebracht.

Wie dem auch sei…in dieser Woche habe ich tatsächlich einmal ein ganz normales Wochenende wie Menschen mit ‘normalen’ Jobs – nämlich Samstag und Sonntag frei. Und was läge da näher als einmal ein paar Dinge zusammenzuschreiben, die ich – theatral und untheatral – in den nächsten zwei Tagen on the internet so vor habe?

Zuerst muss ich glaub ich mal meine feminist vibes aufladen. Ich bin ein großer Fan der Arbeit von Victoria und Danielle (und ihren Kolleginnen) auf www.theintervalny.com, dem wie sie es selbst nennen “Smart girl’s guide to theatricality”. Dort findet man immer irgendein Interview mit mindestens einer spannenden Bühnenpersönlichkeit, die einen gerade extrem interessiert – zudem stellen sie häufig mit einer ganz besonderen Zielgenauigkeit Fragen nach Geschlechtergleichheit (gender parity) im Theater, den so genannten Glass Curtains und Vorbildern. Auf meiner Leseliste steht derzeit zum Beispiel das mit Jenn Collela ganz oben, die mich immer noch regelmäßig mit “Me and the Sky” auf der Broadway-Aufnahme von Come From Away zum Weinen bringt.

Neulich fragte mich zudem ein Freund, ob ich 36 Questions kennen würde, das Podcast-Musical. Ich kannte es nicht, ich habe es aber gleich einmal abonniert und nun warten die Episoden auf meinem Telefon geduldig darauf, angehört zu werden. Da das Wetter auch hier in Wiesbaden (das man angeblich auch das “Nizza des Nordens” nennt, Kurstadt, heiße Quellen und so…) eher herbstlich und verregnet ist, gibt es doch kaum eine bessere Vorstellung als Podcasts anhören und stricken oder putzen. Aber eigentlich eher stricken. 🙂

Letzten Sonntag habe ich durch Zufall einen (ein? eine?) Bootleg von Natasha, Pierre & the Great Comet on 1812 auf Youtube gefunden. Ich habe NATÜRLICH draufgeklickt, mir dann aber gedacht, dass ich – sollte ich in den Genuss dieser Show live kommen – die Magie dann eben tatsächlich dort zum ersten Mal erleben will, um mich dort eben in diesem Moment ent- und verführen zu lassen. Allerdings wurde ja im Laufe der Woche die Schließung der Show im September angekündigt und da meine nächste New York Reise (hoffenlich) “erst” im März 2018 statt finden wird, werde ich es verpassen müssen, leider. Also stellt sich mir jetzt nur noch die Frage: erst den/die/das Bootleg angucken und dnan hartcore Krieg und Frieden lesen oder andersrum?

Was habt ihr vor am Wochenende? Musikhören? Lesen? Vielleicht geht ihr ins Theater und gucke eine der vielen Open-Air-Vorstellungen an, die gerade noch überall laufen?