Links

Links fürs Wochenende

Wer weiß, vielleicht wird es ja eine kleine Tradition, dass es immer, wenn ein richtiges Wochenende – das heißt Samstag und Sonntag frei – vor mir liegt, es ein paar kleine Links mit Lesestoff zum Wochenendsfrühstück gibt (oder zum Vorglühen am Freitagabend)?

Wer weiß, wer weiß…

Nun also heute wieder einmal Links und/oder Empfehlungen zum Gucken, Hören, Lesen!

Zuerst, lasst uns übers Sehen sprechen. Seit letzter Woche hat mich Netflix einmal mehr zu einer kleinen, glücklchen Lisanne gemacht, denn es gibt nun endlich auch auf dem deutschen Netflix alle drei Staffeln von Miss Fisher’s Murder Mysteries, einer großartigen australischen Serie, die mir vor JAHREN zum ersten Mal über den Weg gelaufen ist, als Kollegin K., mit der ich damals ein Büro teilte, mir davon erzählte. Ich habe die erste Staffel mit großer Freude geguckt, bis jetzt gab es allerdings keine Möglichkeit Staffeln zwei und drei legal im Originalton in Deutschland zu gucken (als wir im März mit dem Ensemble auf Tour in Spanien waren, habe ich zwei Folgen gucken können, weil…spanisches Netflix apparently…). Nun hat sich das aber ENDLICH geändert. Und es ist immer noch großartig. Für die, die nicht wissen, was ich meine: stellt euch vor Hercule Poirot meets feministische, schlaue Frau aus den 20er Jahren und tadaaa! Ihr habt Phryne Fisher. Und nicht nur die Stories sind witzig, schön und herrlich altmodisch, sondern die Kostüme sind wunderbach nachkreiert.

Zum Zuhören…über Niklas’ Post zu seinem Besuch bei Grand Hotel (über den ich immer noch neidsch bin) bin ich auf einen super nerdigen Audiopodcast gestoßen. Bisher habe ich nur eine Episode gescheit angehört – Zugfahrt nach Darmstadt und zurück sei dank! – aber was soll ich sagen: Ich bin hooked. Die Rede ist von Tim and Tomic’s Musical Theatre Happy Hour und die Episode, die ich angehört habe, war die über A Chorus Line. Es war ein bisschen so, als würden sich Jennifer Ashley Tepper (“The Untold Stories of Broadway”) und Seth Rudetzky über Musicals unterhalten. Und als kleiner Nerd fühlt man sich da direkt zuhause. Ich hoffe auf jeden Fall, dass ich während des Nähens (der Herbst kommt, ich brauch neue Klamotten) die eine oder andere Episode hören kann.

Und nun zum letzten…dem Lesen. Während meines Sommerurlaubs in Plau am See habe ich ja meine eigene Taschenbuchausgabe von Krieg und Frieden gekauft, weil ich so besessen war (was sag ich: bin) von Natascha, Pierre and the Great Comet of 1812, was nun leider, leider seine Pforten im Imperial Theatre schließen wird. Auf jeden Fall hält sich mein Fortschritt darin in Grenzen, weil ich einfach immer einschlafe. #oops Dieses Wochenende hoffe ich, vielleicht die ein oder andere Seite zu lesen, wer weiß. Und als Alternative zum Blättern liegt da auf jeden Fall momentan noch Oh She Glows von Angela Liddon rum, weil ich nach dem Fasten einmal Lust habe, einige neue Rezepte auszuproieren.

Was guckt, hört, lest ihr dieses Wochenende oder habt ihr vielleicht sogar theatrale Pläne? (meine hängen noch von der Genehmigung meiner Premierenkarte für Sonntag ab…mal sehen) Lasst es mich gern in einem Kommentar wissen!

Advertisements

Links zum Wochenende

The Musical Edit

Lesen – Hören – Ansehen

Ich wünschte, ich könnte schreiben “So langsam nimmt die Theaterwelt in Deutschland wieder Fahrt auf”, aber ehrlich gesagt sind die allermeisten Theater noch in den Ferien, sogar ‘meine beiden’ (die, zu denen das Ensemble gehört, für das ich arbeite) urlauben offiziell noch, nur wir haben schon die erste Woche der neuen Spielzeit hinter uns gebracht.

Wie dem auch sei…in dieser Woche habe ich tatsächlich einmal ein ganz normales Wochenende wie Menschen mit ‘normalen’ Jobs – nämlich Samstag und Sonntag frei. Und was läge da näher als einmal ein paar Dinge zusammenzuschreiben, die ich – theatral und untheatral – in den nächsten zwei Tagen on the internet so vor habe?

Zuerst muss ich glaub ich mal meine feminist vibes aufladen. Ich bin ein großer Fan der Arbeit von Victoria und Danielle (und ihren Kolleginnen) auf www.theintervalny.com, dem wie sie es selbst nennen “Smart girl’s guide to theatricality”. Dort findet man immer irgendein Interview mit mindestens einer spannenden Bühnenpersönlichkeit, die einen gerade extrem interessiert – zudem stellen sie häufig mit einer ganz besonderen Zielgenauigkeit Fragen nach Geschlechtergleichheit (gender parity) im Theater, den so genannten Glass Curtains und Vorbildern. Auf meiner Leseliste steht derzeit zum Beispiel das mit Jenn Collela ganz oben, die mich immer noch regelmäßig mit “Me and the Sky” auf der Broadway-Aufnahme von Come From Away zum Weinen bringt.

Neulich fragte mich zudem ein Freund, ob ich 36 Questions kennen würde, das Podcast-Musical. Ich kannte es nicht, ich habe es aber gleich einmal abonniert und nun warten die Episoden auf meinem Telefon geduldig darauf, angehört zu werden. Da das Wetter auch hier in Wiesbaden (das man angeblich auch das “Nizza des Nordens” nennt, Kurstadt, heiße Quellen und so…) eher herbstlich und verregnet ist, gibt es doch kaum eine bessere Vorstellung als Podcasts anhören und stricken oder putzen. Aber eigentlich eher stricken. 🙂

Letzten Sonntag habe ich durch Zufall einen (ein? eine?) Bootleg von Natasha, Pierre & the Great Comet on 1812 auf Youtube gefunden. Ich habe NATÜRLICH draufgeklickt, mir dann aber gedacht, dass ich – sollte ich in den Genuss dieser Show live kommen – die Magie dann eben tatsächlich dort zum ersten Mal erleben will, um mich dort eben in diesem Moment ent- und verführen zu lassen. Allerdings wurde ja im Laufe der Woche die Schließung der Show im September angekündigt und da meine nächste New York Reise (hoffenlich) “erst” im März 2018 statt finden wird, werde ich es verpassen müssen, leider. Also stellt sich mir jetzt nur noch die Frage: erst den/die/das Bootleg angucken und dnan hartcore Krieg und Frieden lesen oder andersrum?

Was habt ihr vor am Wochenende? Musikhören? Lesen? Vielleicht geht ihr ins Theater und gucke eine der vielen Open-Air-Vorstellungen an, die gerade noch überall laufen?